Dead City Frühstücksradio

Veröffentlicht: Februar 25, 2011 in Uncategorized

Am Samstag den 26.2.2011 gibt es das dead city Frühstücksradio mit Philipp zuhören! Mittags um Zwölf geht´s los. Aus dem Empfänger klingt der Traumzauberbaum, die neue Scheibe von Social Distortion, die Abmeldung von Oma Hans und das Hörspiel FAUST & OBERTON von Michael Meinicke.

Zum Abschluss noch einen kleinen Rückblick auf das politische Stadtfest in Dresden vom letzten Wochenende. Für 7 Millionen Euro konnte man hier richtig zuschlagen:

200 mal 5 – dein Radio braucht dich!!!

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Club der toten Dichter

Veröffentlicht: Februar 25, 2011 in Uncategorized

Oh Captain, mein Captain,
wir verkünden das Februar-Programm und versammeln den Club der toten Dichter. Anlässlich des frühen Todes vom großen Beatpoeten Hadayatullah Hübsch, möchten wir an Drei Menschen erinnern, weil sie einfach grandiose Schreiblinge und nicht zuletzt außergewöhnliche Persönlichkeiten waren.

Hadayatullah Hübsch war im Jahr 2010 Gast in unerer Sendung, die damals noch HOERBAR hieß. Nachdem Hübsch unerwartet am Morgen des 4.1. verstarb, haben wir ihm eine Gedenkveranstaltung gewidmet. In Form einer Lesung kamen am 27.1. die Autoren Hauke von Grimm und Michael Meinicke in der Louisenstraße 93 zusammen und haben mit Texten an den Menschen Hübsch erinnert. Hübsch schrieb circa 120 Bücher, er war Imam Dschuma der Nuur-Moschee in Frankfurt am Main und Avantgardist des Poetry Slam.
Nicht weniger Interessant sind die beiden anderen Schriftsteller, denen gleichfalls gedacht werden muss. Peter Paul Zahl und Matthias BAADER Holst. Zahl starb im Januar, nur 20 Tage nach Hübsch. Beide kannten sich. Beide verbindet die Aktivität in der linken Szene der 60er Jahre.
Einige Jahre später in die Kunstszene gekommen, macht BAADER Holst auf sich aufmerksam mit schrägen Texten und eigenen Bands mit dem Namen „Die letzten Recken“ und „Frigitte Hodenhorst Mundschenk“.
Holst starb 1990 nachdem er von einer Straßenbahn in Berlin angefahren wurde.

3 Menschen rufen wir ins Gedächtnis, lesen ihre Texte, hören Interviews und spielen dazu die Stones, Cash und den Ostpunk von Feeling B.

Was anderes ist unser Metier, als Anlässe zur Veränderung rein und groß und frei hinzustellen?

Ein traumhafter Spruch zum Neujahr, der Mut verleiht. MATULA haben diese Binsenweisheit gen Süden getragen und Hoffnung mitgebracht. Irgendwann wird das Glück schon kommen, irgendwann wird auch für uns ein Treffer dabei sein. Kluge Zitate zum Thema „gewinnen und verlieren“ gibt es so viele, wie ein Kipper Erbsen laden kann. Da wird es auch überflüssig eine bestimmte Meinung zu forcieren, denn jeder kennt das Gefühl wenn man beim Mensch-ärger-dich-nicht verzweifelt auf die 6 warten muss, während ein Mitspieler übereifrige Runden rast.
Gewinnen & Verlieren sind feste Bestandteile des Alltags, es sind Erlebnisse des Selbst und doch sind die Erfahrungen darüber so schwammig, dass es keinen allgemeingültigen Konsens gibt. Mein Verlust kann dein Gewinn sein, nicht nur materiell auch im Kopf. Doch wie kann man denn nun den Gewinn herbei beschwören und Verlust verhindern, wenn es keine objektive Betrachtung gibt? Geht nicht. Es sei denn man verhindert die emotionale Willkür und bleibt Pessimist, dann kann man einfach nicht enttäuscht werden. Der Leitgedanke unserer Neujahrssendung wollte sich nur oberflächlich erschließen, so haben wir es mal wieder mehr im Kontext des Musikmachens angeschaut.
Wir sind nicht schlauer geworden, auf der Suche nach einem Allheilmittel gegen die Angst zu verlieren. Man munkelt, dass es auch die Angst vor dem Erfolgt geben soll. Davon sind unsere Interviewpartner verschont geblieben, die haben keine Angst und brettern im Topspeed auf der Überholspur den Gewinnern hinterher. Zwei Bands waren wieder dabei, diesmal Vertreter aus Hamburg City, dem Tor zwischen der Welt und Deutschland, und einer Combo aus Meißens Porzellanläden.
Die einen heißen MATULA, die anderen MIKROKOSMOS23. Der Lauf der Dinge versprach ein ordentliches Ansehen im Musikgeschäft, so schwammen die Meißener einst die Elbe stromabwärts, auf der Flucht vor dem Grauen Osten, hinein in die klanglichen Gefilde der Subkultur. Nach 60 Tagen wurden sie von MATULA beim sonntäglichen Angelausflug am Kai aufgesammelt, warmgerieben und mit Instrumenten bestückt. Seitdem rockt das Quartett quer durch die Republik, von der Bühne in den Fernseher, aus der Zeitung ins Radio und zählt sich damit eindeutig zu den Gewinnern. Ein Makrokosmos entstand.
Im Interview mit Mikrokosmos23 zeigt sich Sänger Peter gewillt, Rede und Antwort zu stehen über persönliche Definitionen des Themas. Als Räumlichkeit bot die Küche des Dresdner AZ Conni viel Platz, doch dauerhaft auch hungrige Mäuler, die lautstark nach Nahrung suchten. Der Küchenchef hat sich PRINCE gewünscht und der Veranstalter stand grinsend im Türrahmen. Tja, zuerst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu.
Matula hingegen haben sich mit vereinten Kräften ans Mikrofon gestellt und sich eingestanden, dass es ein Gewinn ist, am Nachmittag aus dem Bett zu kommen. Alles andere zeigt ihre musikalische Glanzleistung, die ebenfalls mit voller Fahrt voraus in See sticht.
Schlussendlich waren alle gesättigt, zufrieden und leicht angeschwippst, trotz des unklärbaren Themas.

Im Netz unterwegs:
http://www.myspace.com/mikrokosmos
http://www.myspace.com/matulahoi

The american dream

Veröffentlicht: Dezember 18, 2010 in Uncategorized

Der Gedanke an eine bessere Zukunft, an das eigene Glück und den eigens erarbeiteten Wohlstand beschäftigt den Menschen nicht zuletzt in den USA. Der Gedanke liegt ja nicht fern, sind doch alle Menschen gleich, haben die selben Möglichkeiten und Wünsche. Nur die Voraussetzungen sind unterschiedlich, und die Vorstellungen über das eigene Glück laufen immer weiter auseinander. Trotzdem ist der amerikanische Traum wohl der am meisten geträumte. Eine einheitliche Definition gibt es aber nicht. Jeder Mensch hat vermutlich seinen eigenen Traum, für den einen handelt er von Freiheit und Gleichberechtigung, für andere ist es der Traum von einem erfüllten Leben, und für wiederum andere ist es der Wunsch nach Ruhm und Reichtum. Im Allgemeinen kann man den amerikanischen Traum wohl definieren, als einen, der jedem Menschen die Freiheit gibt, seine Ziele zu erreichen. Man kann es zu Ruhm und Wohlstand bringen, wenn man nur hart genug dafür arbeitet. Wer das nicht schafft, ist wohl zu faul!? „Amerika ist zu groß für kleine Träume“ sagte einst ein großer Kommunikator, ein Mann der sich wie 39 vor ihm als oberster Repräsentanten verstand und einmal mehr bestätigt hat, wie viel Pech das Land mit der Wahl ihrer Präsidenten hatte. Heute bröckelt die Fassade des Landes stärker denn je. Der konservative Weg der Republikaner hat sich nicht als Allheilmittel bewährt und die Vereinigten Staaten in eine schwere Krise der Neuzeit gestürzt. Auf der Suche nach Grund und Ursache fängt die Polemik Feuer und relativiert die Meinungen. Deshalb haben wir in unserer Dezembersendung mit Künstlern aus den USA gesprochen in der Hoffnung ein paar Antworten zu bekommen. Die einen sind Ansässige der sommerlichen Westküste, die Anderen eher raues Klima am Lake Michigan gewöhnt. Es sollte in Erfahrung gebracht werden, wie sich der Wandel des Landes bemerkbar macht und sich schon seit geraumer Zeit auswirkt. Zwei Bands hatten wir dazu am Mikrofon, alte Hasen des Musikbusiness könnte man sagen, denn beide Kapellen haben sich bereits im Jahr 1988 gegründet. Im Interview waren SAMIAM aus San Francisco, die Helden von früher, denen die Vaterschaft des Emocore zugesprochen wird. Diese Schublade verstehen die Jungs allerdings nicht und sind selbst ratlos beim Versuch, Erklärungen zu finden zum Phänomen EMO. Sergie Loobkoff, seines Zeichens Gitarrist bei Samiam ist sich allerdings sicher, dass es den amerikanischen Traum noch gibt. Man kann noch immer vom Tellerwäscher zum Millionär aufsteigen, davon ist er überzeugt. Allerdings ist diese Tatsache nicht unbedingt amerikanisch, gibt es doch ebenso einen deutschen Traum, glaubt er zu wissen. Es könnte auch eine Masche der Obrigkeit sein, „to keep the people down“ meint er. Die Unsicherheit über das waghalsige Thema ist spürbar, hat man doch in Kalifornien momentan andere Sorgen. Im Großen und Ganzen sind sie mit dem Governator allerdings zufrieden. Anders sieht es bei TORTOISE aus, einer Instrumentalband aus Chicago, auch Ihnen wird nachgesagt, für einen bestimmten Musikstil mitverantwortlich zu sein. Postrock wird er genannt von „unerfahrenen Journalisten, denen die Worte fehlen“, so John McEntire. John sieht das Land aus einer anderen Perspektive, vielleicht ist die Witterung ausschlaggebend, vielleicht die andere Situation vor Ort. „Der amerikanische Traum ist ein Hirngespinst / just a good thought“ meint er und beschreibt das Land in einer unumkehrbaren Rezession. Die USA werden ihre Vormachtstellung verlieren und sich in der zweiten Klasse Platz verschaffen müssen. Die Armut steigt enorm an, viele Menschen leben bereits schon jetzt in Zeltstädten und trotzdem lenkt die Politik nicht ein. Der Apparat ist zu schwerfällig und unflexibel, zu eingebildet und letztendlich zu uneinsichtig vom Geradauskurs weg zu manövrieren. Zu viele Jahre in denen die USA die Weltmachtstellung innehatten, haben eine Engstirnigkeit und gewisse Arroganz erzeugt, sodass ein Umdenken für die meisten nicht in Frage kam. Die Zeit ist seit dem Fall der Sowjetunion schneller vorangeschritten als sich manch Yankee eingestehen will, hat sich das weltweite Erleuchten des Amerikanismus doch bereits als fader Schein offenbart der nur beim ersten Hingucken noch Eindruck macht. Vielleicht wären Perestrojka und Glasnost jetzt eine gute Hilfe, ein Umdenken zu provozieren im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Viel Geduld und Zeit bleibt allerdings nicht mehr, sich hinter bröckelnder Fassade zu verstecken und neue Potemkinsche Wunderbauten zu errichten.

ready, set, go!

Veröffentlicht: November 29, 2010 in Uncategorized

Dead City Radio geht an den Start und lässt die Korken knallen. Wir sind EX-Hörbar und praktizieren noch immer ein Themenkonzept in einer monatlichen Sendung auf coloRadio in Dresden. Als Bestandteil der Kunst- und Kulturedation fühlt man sich geehrt und möchte dem guten Ruf treu bleiben, die Kultur keineswegs zu verhöhnen. Von journalistischen Grundsätzen und Qualität wollen wir nicht absehen, uns allerdings auch nicht abhängig machen und vorallem nicht beschränken, denn: freies Radio bleibt frei! Jedoch nicht frei von uns, ab gehts…