Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die Anderen

Veröffentlicht: Januar 3, 2011 in Uncategorized

Ein traumhafter Spruch zum Neujahr, der Mut verleiht. MATULA haben diese Binsenweisheit gen Süden getragen und Hoffnung mitgebracht. Irgendwann wird das Glück schon kommen, irgendwann wird auch für uns ein Treffer dabei sein. Kluge Zitate zum Thema „gewinnen und verlieren“ gibt es so viele, wie ein Kipper Erbsen laden kann. Da wird es auch überflüssig eine bestimmte Meinung zu forcieren, denn jeder kennt das Gefühl wenn man beim Mensch-ärger-dich-nicht verzweifelt auf die 6 warten muss, während ein Mitspieler übereifrige Runden rast.
Gewinnen & Verlieren sind feste Bestandteile des Alltags, es sind Erlebnisse des Selbst und doch sind die Erfahrungen darüber so schwammig, dass es keinen allgemeingültigen Konsens gibt. Mein Verlust kann dein Gewinn sein, nicht nur materiell auch im Kopf. Doch wie kann man denn nun den Gewinn herbei beschwören und Verlust verhindern, wenn es keine objektive Betrachtung gibt? Geht nicht. Es sei denn man verhindert die emotionale Willkür und bleibt Pessimist, dann kann man einfach nicht enttäuscht werden. Der Leitgedanke unserer Neujahrssendung wollte sich nur oberflächlich erschließen, so haben wir es mal wieder mehr im Kontext des Musikmachens angeschaut.
Wir sind nicht schlauer geworden, auf der Suche nach einem Allheilmittel gegen die Angst zu verlieren. Man munkelt, dass es auch die Angst vor dem Erfolgt geben soll. Davon sind unsere Interviewpartner verschont geblieben, die haben keine Angst und brettern im Topspeed auf der Überholspur den Gewinnern hinterher. Zwei Bands waren wieder dabei, diesmal Vertreter aus Hamburg City, dem Tor zwischen der Welt und Deutschland, und einer Combo aus Meißens Porzellanläden.
Die einen heißen MATULA, die anderen MIKROKOSMOS23. Der Lauf der Dinge versprach ein ordentliches Ansehen im Musikgeschäft, so schwammen die Meißener einst die Elbe stromabwärts, auf der Flucht vor dem Grauen Osten, hinein in die klanglichen Gefilde der Subkultur. Nach 60 Tagen wurden sie von MATULA beim sonntäglichen Angelausflug am Kai aufgesammelt, warmgerieben und mit Instrumenten bestückt. Seitdem rockt das Quartett quer durch die Republik, von der Bühne in den Fernseher, aus der Zeitung ins Radio und zählt sich damit eindeutig zu den Gewinnern. Ein Makrokosmos entstand.
Im Interview mit Mikrokosmos23 zeigt sich Sänger Peter gewillt, Rede und Antwort zu stehen über persönliche Definitionen des Themas. Als Räumlichkeit bot die Küche des Dresdner AZ Conni viel Platz, doch dauerhaft auch hungrige Mäuler, die lautstark nach Nahrung suchten. Der Küchenchef hat sich PRINCE gewünscht und der Veranstalter stand grinsend im Türrahmen. Tja, zuerst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu.
Matula hingegen haben sich mit vereinten Kräften ans Mikrofon gestellt und sich eingestanden, dass es ein Gewinn ist, am Nachmittag aus dem Bett zu kommen. Alles andere zeigt ihre musikalische Glanzleistung, die ebenfalls mit voller Fahrt voraus in See sticht.
Schlussendlich waren alle gesättigt, zufrieden und leicht angeschwippst, trotz des unklärbaren Themas.

Im Netz unterwegs:
http://www.myspace.com/mikrokosmos
http://www.myspace.com/matulahoi

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